15. August 2007

 
1. „Naturschützer außer Kontrolle“ – so eine Meldung am 15.08.2007 in der Tageszeitung PNN, die wir Ihnen nicht vorenthalten können. Hintergrund: Ein Mitarbeiter des Landesumweltamtes schießt – zum Schutz von Großtrappenbrut – auf Adler ! Damit nicht genug: Einen Praktikanten weist er an, wegen der Trappen Füchse und Dachse zu „erschießen“ – was dieser weisungsgemäß tut. Niemanden überrascht da noch, dass der Praktikant (selbstverständlich !) weder Jagderlaubnis noch Waffenschein hat. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. (Keine Sommerloch-Nachricht !)

2. BVVG-Flächen und Preisfindung: Der für den 16.08.2007 vorgesehene Gesprächstermin von Geschäftsführern einzelner nördlicher Grundbesitzerverbände mit Vertretern der BVVG und dem Bundesfinanzministerium zur Erörterung und Änderung der immer abenteuerlicher werdenden Preisfindungsmodalitäten der BVVG ist durch das BMF zwei Tage vor dem Termin abgesagt worden. Wir sind um einen zeitnahen Ersatztermin bemüht.

3. „Ortsansässigkeit“ und Schnüffelpraxis: Die Maßnahmen der BVVG zum „Nachweis“ angeblich nicht gegebener Ortsansässigkeit nehmen abstruse Züge an und erinnern fatal an die Schnüffelpraxis in der ehemaligen DDR. So werden z. B. vor Ort Befragungen zu Anwesenheitszeiten in der Nachbarschaft und der Dorfschänke durchgeführt, aus fehlenden Gardinen und einem überquellenden Briefkasten auf einen „unbelebten Eindruck“ geschlossen und photographisch dokumentiert; Klassenkameraden der Schulkinder befragt und Vertretungsregelungen von Zahnarztgemeinschaftspraxen ausgekundschaftet. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis (wieder) „Geruchsproben“ gesammelt werden. Aus unserer Sicht ist das Vorgehen der BVVG unsäglich und wird Gegenstand u.a. auch der Gespräche mit dem BMF sein.

4. Ernteausfälle: Die jüngsten Niederschläge haben wegen der – vom Landesumweltamt zu verantwortenden – offensichtlich mangelnden Unterhaltung von Gewässern I. Ordnung in einigen Landesteilen (z.B. Havelland) zu weiträumigen Überschwemmungen geführt. Wegen der bereits eingetretenen bzw. zu erwartenden Ernteausfälle, nehmen Landwirte nun das das MLUV in Regress.

15. August 2007 Grundbesitz-Depeschen