12. Juli 2007

 
1. Bitte vormerken!: (a) Unsere nächste Mitgliederversammlung findet am 26.10.2007, 14:00 Uhr, bei Graf Wilamowitz in der Prignitz statt. Einladung und Tagesordnung folgen. (b) Der diesjährige „Tag des Eigentums“ – Leitthema: „Land- und forstwirtschaftlicher Grundbesitz in der Generationenfolge“ – findet am 10.10.2007, 16.00 Uhr, in Berlin statt.

2. EU-Wasserrahmenrichtlinie und Kosten: Minister Dr. Woidke hat im Rahmen der Sitzung des Forstausschusses am 28.06.2007 erklärt, dass sich die Kosten, die mit der Umsetzung der EU-WRRL allein in Brandenburg bis 2015 verbunden sind, nach „optimistischen“ Schätzungen auf „nur“ EUR 450 – 500 Mio., nach „pessimistischen“ (aber vermutlich realistischen) Erwartungen sogar auf rd. EUR 1 Mrd. belaufen werden. Offen geblieben ist, wer diese Kosten trägt.

3. Änderung Waldgesetz: Durch das „Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2001/42/EG über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme im Land Brandenburg und zur Änderung des Waldgesetzes des Landes Brandenburg“ vom 21.06.2007 (GVBl. I, S. 106) haben sich die Walddefinition in § 2, insbesondere aber die Regelungen über die Wiederbewaldungspflicht in § 11 BrbgWaldG verändert.

4. BVVG-Verkäufe Brandenburg: In den 15 Jahren ihres Bestehens hat die BVVG nur in Brandenburg rd. 69.000 ha Acker-/Grünland sowie 198.000 ha Wald verkauft. Für weitere 169.000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche liegen (zumeist) langfristige Pachtverträge vor.

5. BVVG-Kauf-/Pachtpreisentwicklung: Die BVVG stellt eine sich weiter verstärkende Nachfrage fest. Gegenüber dem Vorjahr liegen die Preise für Ackerland im 1. Halbjahr 2007 um rd. 10 %, bei Wald sogar um rd. 30 % höher. In Ostdeutschland werden der BVVG gegenwärtig durchschnittlich knapp EUR 4.900/ha für Acker und ca. EUR 3.500/ha für Wald bezahlt. Lokal weichen die Preise z.T. erheblich (nach oben !) von diesen Durchschnittswerten ab. Die Pachtpreisentwicklung verläuft noch stürmischer. Die Pachtrendite liegt in Ostdeutschland mit 4,2 % rd. aktuell etwa doppelt so hoch wie im Westen. Und noch ein Trend: Trotz formeller Erfüllung der Voraussetzungen verzichten EALG-Berechtigte zunehmend auf die Inanspruchnahme vergünstigter Kaufpreise und erwerben stattdessen zum Verkehrswert. Grund: Keine 20-jährige Verfügungsbeschränkung.

12. Juli 2007 Grundbesitz-Depeschen