15. März 2009

 
1. Ausgleichszahlungen für FFH-Schutzgebiete: MLUV hat unter Inanspruchnahme von EU-Mitteln von Juli 2007 bis Juni 2008 rd. 3,67 Mio. EUR Ausgleichszahlungen an 288 Landwirte für Bewirtschaftungsbeschränkungen auf rd. 40.000 ha FFH-Schutzgebietsfläche geleistet. Besonders gefördert wird die „extensive Grünlandnutzung“.

2. Verkaufsobjekt Havelland – rd. 40 ha Kiefernforst bei Groß Behnitz: Lt. Auskunft der zuständigen Revierförsterin nicht arrondiert, sondern ausgesprochene Splitterflächenlage, allerdings in zusammenhängendem größerem Waldgebiet. Nachbarn in der Regel ortsansässige Private. Alter etwa 47 Jahre; kaum aktuell einzuschlagende Bestände, da Durchforstung kürzlich stattgefunden hat. Der Verkäuferin, die zur Zeit noch auf den bereits beantragten Erbschein wartet, liegt angeblich ein mündliches Angebot über EUR 3.000/ha vor. Interessenten bitte bei der Geschäftsstelle melden.

3. Flächenerwerbsänderungsgesetz – letzte Chance ?: Ungeachtet des zwischenzeitlich ausgebrochenen Vorwahlkampfes ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jahr in dieser Woche an die Öffentlichkeit getreten und hat erklärt, dass es „wieder berechtigte Chancen“ für die Verabschiedung des Gesetzes noch in dieser Legislaturperiode gäbe. „Lediglich bei der Berechnung des Entschädigungsanspruches für Alteigentümer liegt noch ein Dissens.“, so Jahr. Er rechne mit einem Inkrafttreten noch in diesem Jahr. Zu hoffen bleibt, dass es sich hierbei nicht um den Versuch billigen Stimmenfangs handelt – dafür ist das Thema für viele Betroffene zu ernst.

4. Autobahn A 14 kommt: Bund und Länder haben sich am vergangenen Montag auf die Finanzierung des Autobahnbaus zwischen Schwerin und Magdeburg geeinigt. Damit wird es für Grundbesitzer im Westen des Landes, d.h. vor allem der Prignitz langsam ernst, auch wenn Umweltschützer erwartungsgemäß Widerstand angekündigt haben.

5. Wasser- und Bodenverbände – Beiratsbesetzung: Die Besetzung der Verbandsbeiräte läuft auf vollen Touren. Im April werden wir für Beiratsmitglieder des Grundbesitzer- und des Waldbesitzerverbandes eine „Schulungsmaßnahme“ in Potsdam durchführen, die die Beiräte mit den neuralgischen Prüfungs- und Kontrollpunkten vertraut machen wird. Die von uns zusammen mit den Waldbesitzern ausgearbeitete (Muster-)„Geschäftsordnung“ für den Beirat erfreut sich zunehmender Beliebtheit und findet in einer Reihe von Verbänden Verwendung.

15. März 2009 Grundbesitz-Depeschen