3. März 2014

FFH-Managementpläne

In der Depesche vom 18. Dezember 2013 hatten wir von der kontroversen Diskussion im Umweltausschuß des Landtages über das Positionspapier des Grundbesitzerverbandes zum Vollzug der FFH-Managementpläne berichtet. Dem Ausschußprotokoll war der Vorschlag der Ministerin Anita Tack zu entnehmen, die gegensätzlichen Auffassungen mit dem Grundbesitzerverband zu diskutieren und gegebenenfalls den Ablauf einer Managementplanung vor Ort vorzustellen.

Bis heute sind weder das Umweltministerium noch der Vorsitzende des Umweltausschusses auf den Verband wegen eines Termins zugegangen. Da am 30. April die letzte Sitzung des Ausschusses stattfindet, bei der wegen der Landtagswahl im Herbst noch mit konkreter parlamentarischer Arbeit zu rechnen ist, will der Verband die Initiative ergreifen und den Ausschuß in einen von der Managementplanung betroffenen Betrieb einladen. Hierzu hat sich Graf Wilamowitz angeboten. Allerdings ist wegen der Entfernung zur Prignitz eine ablehnende Haltung des Ausschusses nicht ausgeschlossen.

Deshalb suchen wir vorsorglich einen weiteren land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb in einer Entfernung von 50 bis 70 km um Potsdam herum, der eine Managementplanung mit Erhaltungszielen über sich hat ergehen lassen müssen, die der Naturdynamik seiner Flächen nicht entsprechen und/oder kontraproduktiv zu den spezifischen Bewirtschaftungszielen sind. Bei Graf Wilamowitz würde sich die Präsentation wie folgt gliedern:

  1. Besichtigung eines intakten Waldbildes
  2. Besichtigung eines „in sich zusammengefallenen Eschenbestandes“
  3. Besichtigung eines umgewandelten Waldbildes eines ehemaligen Eschenbestandes

Vielleicht kann dieser Hinweis die Intention einer Präsentation exemplarisch dahingehend erläutern, daß sämtlicher Kartierungs- und sonstiger Aufwand für das Erhaltungsziel der Esche umsonst war.

Dem Umweltausschuß müßte außerdem eine Räumlichkeit zur Durchführung seiner Sitzung bereitgestellt werden, wobei die Kosten selbstverständlich durch den Ausschuß getragen würden.

Mögliche Unterstützungsangebote werden direkt an Dr. Eberhard Lasson erbeten, der folgendermaßen zu erreichen ist:

Tel.:       09082 2700

Mobil:    0171 776 39 55

Mail:      Eberhard.Lasson@Lasson.eu

BVVG

Die BVVG meldet, daß in Brandenburg im Jahr 2013 die durchschnittlichen Verkehrswertverkäufe für landwirtschaftliche Flächen um 23 % auf 12.038 EUR/ha angestiegen sind. 9.400 ha an landwirtschaftlicher Fläche wurden veräußert, hiervon 4.700 ha nach dem 2. Flächenerwerbsänderungsgesetz an Alteigentümer. Über Ausschreibungen gingen ca. 4.300 ha (Durchschnittslos 11 ha) zumeist an ortansässige Landwirte, wobei auf eine Ausschreibung im Durchschnitt vier Gebote kamen. Die Bestandspachten lagen im Jahr 2013 bei 238 EUR/ha und Neupachten erzielten 301 EUR/ha, was eine Steigerung um 10 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Die Waldverkäufe sind naturgemäß weiter im Abflauen. Von 6.400 ha wurden 5.400 ha erwerbsbegünstigt verkauft. 11 Gebote je Verkaufslos belegen das weiterhin große Interesse an Walderwerb.

Die BVVG erwartet für 2014 den Verkauf von rund 17.500 ha, die sich in 11.000 ha landwirtschaftlicher Fläche und 5.500 Wald aufteilen. Die BVVG hat insgesamt noch rund 69.800 ha an Landwirtschaftsfläche und etwa 8.900 ha Wald zu privatisieren.

Eichenprozessionsspinner

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wird auch im Jahr 2014 möglich sein. Die Bundesregierung hat mitgeteilt, daß das bewährte Biozidprodukt Dipel ES eine Zulassung vorerst bis zum 30. April 2016 erhalten hat.

300 Jahre Nachhaltigkeit

Heute vor 300 Jahren ist Hans Carl von Carlowitz, der „Erfinder“ der Nachhaltigkeit gestorben. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 01.03.2014 gab es dazu einen lesenswerten Beitrag, den wir in der Anlage beifügen.

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3. März 2014 Grundbesitz-Depeschen